|
Preisschießen Gustav- Adolph- Ehrenpokal 2005
Auf dem Schießstand der Leipziger
Communalgarde e. V. fand im April 2005 der Schießwettbewerb für historische
Luntenschloßmusketen um den Gustav- Adolph- Ehrenpokal statt.
Eine passende Gelegenheit für uns, unsere
Luntenschloßmusketen mal mit Kugel zu schießen- also nahmen wir in kleiner
Abordnung mit 2 Musketieren am Wettbewerb teil. Um auf die nötige
Mannschaftsstärke für eine Gruppe zu kommen, taten wir uns mit unserem Freund
Peter Steitmann (dem ?Alten Dessauer?) und mit ?Hans dem Jägercken? zusammen.
Innerhalb von 15 Minuten mußte jeder
Teilnehmer 5 Schuß auf eine Scheibe in 50 Meter Entfernung bringen- eigentlich
kein Problem, die Tücke steckt jedoch im Detail.
Die unterkalibrigen Rundkugeln (Durchmesser
17,5 mm) mußten mit Schussplaster umwickelt mittels Ladestock in den Lauf
eingebracht werden, weil aber der Lauf sich nach jedem Schuss immer mehr mit
Pulverrückständen zusetzte, gestaltete sich dies zunehmend schwierig, da wir
bereits beim Einschießen reichlich Kugeln und Pulver verbraucht hatten.
Zudem wurde im Verlauf des Schießens
deutlich, warum damalige Musketiere in Salven schossen. Nur so war noch eine
einigermaßen vernünftige Trefferquote auf Massenziele erreichbar. Unsere
Musketen sind Glattrohrwaffen ohne Visierung, ganz im Gegensatz zu den Waffen
der Konkurrenz, die gleich mit gezogenen Läufen und Scharfschützenvisierung
anreisten. Mit den Glattrohrmusketen ist es eine Kunst, eine 1 x 1 Meter große
Scheibe in 50 Meter Entfernung zu treffen. Während die beiden Schotten in der
Gruppe für das Schnellfeuer zuständig waren, sorgte der Alte Dessauer für die
Treffer.
Da zum Gustav- Adolph- Pokal aber nicht nur
der praktische Schießwettbewerb, sondern auch ein schriftlicher Teil gehört, bei
dem Fragen zum Thema Dreißigjähriger Krieg und Musketier beantwortet werden
müssen, konnten wir unser Ergebnis deutlich verbessern.
Am Ende belegten wir den Dritten Platz in
der Gesamtwertung.
Hier ein paar Eindrücke: |