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De Slag om Grolle
D. h. die ?Schlacht um Grolle? (NL) vom 21.-
23. 10. 2005 wurde in diesem ereignisreichen Jahr zum absoluten Höhepunkt.
Der historische Rahmen geht auf den 80-
jährigen Befreiungskrieg der Niederlande zurück, in welchem der Oranierprinz
Frederik Hendrik, auch genannt der ?Städtebezwinger? die Stadt Groenlo (damals
Grolle) 1627 belagerte und eroberte.
In der Stadt lag eine starke spanische
Besatzung (?Spaniarden?), die Stadt war gut befestigt und mit Vorräten und
Artillerie wohl versehen. Das Heer der niederländischen Generalstaaten (?Staatsen
troopen?) bestand aus geworbenen Söldnern aus aller Herren Länder, darunter auch
schottischen Truppen.
Die niederländischen Truppen zogen einen
befestigten Belagerungsring um die Stadt, um die Verteidiger an Ausfällen zu
hindern und gleichzeitig Entsatzversuchen der Spanier von außerhalb zu
vereiteln.
Nach langer Belagerung und zahlreichen
Ausfällen der tapfer kämpfenden spanischen Verteidiger wurde die Stadt
übergeben, nachdem eine Mine gezündet worden war und ein Generalsturm angedroht
wurde.
Die kleine niederländische Reenactmentszene
des 17. Jahrhunderts hatte eine großartige Veranstaltung organisiert.
Vom stimmungsvollen Lagerplatz an einer
Gracht angefangen, über Bier- und Verpflegungsmarken, ein Bockbierfest in der
Altstadt am Freitag, ein großes Marketenderzelt für alle Darsteller im
niederländischen Lager mit Essen, Getränken und Bildpräsentation der
Schlachtfotos, bis hin zu einem historischen Gottesdienst am Sonntag stimmte
einfach alles.
Darstellungsgruppen aus den Niederlanden,
Großbritannien, der Tschechischen Republik und aus Deutschland waren angereist
zu einer Großveranstaltung mit internationalem Charakter.
Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung
waren die Schlachtdarstellungen. Pro Tag wurden 2 (!) Feldschlachten geschlagen,
jeweils mit einer anderen Ausgangssituation und einem anderen Ergebnis.
Dargestellt wurde so, wie die Belagerer sich immer näher an die
Verteidigungswerke der Stadt heran graben und die Verteidiger zur Aufgabe des
Vorgeländes zwingen. Dabei versuchten die Verteidiger durch ständige Ausfälle
die Erdarbeiten zu stören und die Belagerer zurückzutreiben. Die Laufgräben der
Belagerer schoben sich dabei wie von Geisterhand (nachts mit Hilfe von schweren
Planierraupen) immer näher an die Stadt heran, bis schließlich am Sonntag
nachmittag die Stadt von den Truppen der Generalstaaten gestürmt wurde.
Wir waren als reine Musketiertruppe
angereist und kämpften in Gedenken an die ruhmreichen schottischen Truppen von
1627 auf Seiten der Niederländer. Da unsere niederländischen Freunde nicht
knauserig mit der Pulverausgabe waren (pro Tag und Mann 500 g) konnten wir
schießen, bis die Läufe glühten. Auch die Artillerie, z. T. mit Originalrohren
aus der damaligen Zeit ausgerüstet, war sehr beeindruckend in der
Schlachtdarstellung. Ebenfalls sehr schön waren unsere Nahkämpfe gegen die
Spanier, dargestellt von britischen Reenactors in den spanischen Verschanzungen.
De Slag om Grolle 1627 war eine
Veranstaltung mit hohem Suchtpotential, eine Teilnahme bei der Wiederholung des
Events steht bereits jetzt fest.
Hier einige Impressionen: |