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Flößertreffen Muldenberg Im Rahmen des Internationalen Flößertreffens 2006 in Muldenberg wurde durch unsere Gruppe in Zusammenarbeit mit den Alten Schweden Delitzsch, den Delitzscher Landsknechten und den Chursächsischen Jägern Oederan eine Szene aus dem Dreißigjährigen Krieg nachgestellt. Zum Flößertreffen, welches alle 2 Jahre stattfindet, reisten Flößergruppen aus ganz Europa und aus Übersee an. Der sächsische Ministerpräsident hatte die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen. Den Teilnehmern wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm mit verschiedenen Exkursionen und Vorträgen geboten. Den Gästen sollte als Höhepunkt eine Episode aus der regionalen sächsischen Geschichte mit Bezug zur Flößerei gezeigt werden. Der kaiserliche General Holk fiel in den Jahren 1632/ 33 insgesamt dreimal mit Kroaten und anderen Truppen über die Pässe des Erzgebirges und des Vogtlandes in das Kurfürstentum Sachsen ein, mit dem Auftrag, die Ländereien des Kurfürsten zu verwüsten und seine Untertanen an Leib, Leben und Gut zu schädigen. Ziel war es, Sachsen zum Austritt aus dem Bündnis mit den Schweden zu bewegen. Holk wurde dabei bekannt als der "Schinder der armen Voigtländer". Ein wichtiger Teil der Staatseinnahmen des Kurfürstentums Sachsen wurde über den Verkauf von Scheitholz erzielt. Das Holz wurde aus den waldreichen Gebirgsregionen des Kurfürstentum in die holzarmen, aber ökonomisch starken Gebiete um Leipzig und Halle geflößt. Im oberen Vogtland waren hierzu Floßlagerplätze und Floßgrabensysteme errichtet. Die Kaiserlichen überfielen u. a. die Floßlagerplätze, zerstörten die Flößeinrichtungen und zündeten das dort gestapelte Holz an, was einen immensen materiellen Schaden für den Kurfürsten bedeutete. Holk verstarb 1633 auf seinem letzten Raubzug in der Nähe von Adorf /V. an der Pest. Sachsen trat nach dem Frieden von Prag 1635 aus dem Bündnis mit Schweden aus und verbündete sich mit dem Kaiser. Auf dem Areal des Floßplatzes Muldenberg wurde zunächst eine Zivildarstellung gezeigt. Holz- und Floßknechte waren bei der Arbeit zu erleben, die Chursächsischen Jäger zeigen Jagd- und Lagerszenen. Eine Abteilung sächsischer Landesdefensionstruppen marschierte in Richtung böhmisch- sächsischer Grenze zum Wachdienst. Nachdem die Landesdefensioner weg waren, erscheinen die ersten Späher der kaiserlichen Truppen und überfielen die Jäger. Diese wurden teils niedergemacht, flüchteten oder wurden gefangengenommen. Die Kaiserlichen plündern das Lager der Floßknechte und Jäger. Ein entkommener Jäger holte die Defensionstruppen zu Hilfe. Diese vertrieben zunächst die wenigen Späher der Kaiserlichen, wurden aber dann in ein Gefecht verwickelt, als mehr kaiserliche Truppen mit Artillerie erschienen. Das Gefecht wogte zunächst unentschieden hin- und her. Schließlich wurden die Defensioner aber nach einem verzweifelten letzten Angriff von den überlegenen Kaiserlichen aufgerieben und die Kaiserlichen zünden die Holzstapel an.
Erstmals kämpften wir in Muldenberg nicht als Schotten, da dies dem historischen Kontext der Spielszene nicht gerecht geworden wäre. Wir stellten als Gruppe den Großteil der sächsischen Defensionstruppen und hatten uns dafür extra neue Uniformen (graue Jacken und graue Kniebundhosen) anfertigen lassen. Muldenberg war eine sehr schöne Erfahrung, da wir erstmals als historische Sachsen (ein Großteil der Gruppe kommt aus diesem Bundesland) in konventioneller Kleidung und Ausrüstung des Dreißigjährigen Krieges auftraten. Weitere Events, bei denen wir als Sächsische Landesdefension auftreten können, wären willkommen. Hier einige Impressionen: 







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