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Sächsische Landesdefension

Geschichtlicher Hintergrund:

Das Landesdefensionswerk wurde 1612 in Sachsen errichtet, also am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges. Es war der Versuch des sächsischen Kurfürsten, Landeskinder zur bewaffneten Verteidigung der Heimat heranzuziehen, um sich von den unzuverlässigen und teuren geworbenen Soldtruppen unabhängig zu machen.

Der zugrunde liegende Gedanke war, daß die bewaffneten Landeskinder ihr Hab und Gut besser beschützen würden, als die zwar professionellen aber heimatlosen Söldner. Vorbild war, wie üblich zur damaligen Zeit, das Wehrwesen der Niederlande. Vergessen wurde dabei aber, daß nur in einigen Enklaven im Deutschen Reich (Friesland, Schweizer Eidgenossenschaft, Tirol) eine ununterbrochene Tradition des germanischen Wehrwesens Bestand hatten, während es in den übrigen Gebieten das jahrhundertelange Bestreben der Landesherren war, ihre Untertanen möglichst waffen- und wehrlos zu machen. Dies wirkte sich auf die Kriegstüchtigkeit und die Geisteshaltung der Defensionstruppen aus.

Die Defensioner waren wehrpflichtige, landbesessene Bauern und Bürger. Jeder 10. waffenfähige Mann wurde in den sächsischen Ämtern erfaßt, zum Dienst verpflichtet, eingekleidet und bewaffnet und in Fähnlein und Regimenter eingegliedert. Belegt sind 2 Regimenter zu je 4000 Mann, wobei eines als "Zwickauisches Regiment" das Erzgebirge und das Vogtland als Einzugsgebiet nutzte. Die Defensionäre aus dem Vogtland waren im "Plauischen Fähndel" zusammengefasst.

Im Verlauf des Krieges wurden die Defensionstruppen zumeist als Grenzsicherung an den Pässen nach Böhmen und als Besatzungen von Befestigungen verwendet. Auffallend ist dabei ein hoher Prozentsatz von Musketieren in ihren Reihen. Zumindest bei Breitenfeld 1631 kämpften die Defensionstruppen (nur Reiterei) auch in offener Feldschlacht. Gut waren die Defensionstruppen bei der verteidigung fester Plätze. So wird z. B. das "Pirnaische Fähndel" mehrfach lobend erwähnt bei der Verteidigung der Stadt und des Schlosses oder als Besatzung der Residenzstadt Dresden.

Im Ergebnis bewährten sich die Defensionstruppen (von einigen Ausnahmen abgesehen) aber nicht, sie waren zumeist schlecht geführt, nicht genügend gedrillt, um es mit professionellen Soldtruppen aufzunehmen und zogen es im Falle der Niederlage schnell vor, zu fliehen, um Familie, Haus und Hof retten zu können. Bei Breitenfeld z. B. flohen die sächsischen Defensioner vom Schlachtfeld und plünderten dabei noch die Bagage der verbündeten Schweden! Das Vordringen der Kaiserlichen über die Pässe oder die Raubzüge der nach 1635 mit Sachsen verfeindeten Schweden waren mit den Defensionern allein nicht aufzuhalten.

Unsere Darstellung:

Die Darstellung von sächsischen Defensionstruppen entstand im Rahmen des Flössertreffens in Muldenberg 2006, da wir als Schotten dort nicht hingepaßt hätten. Die Defensionstruppen stellen quasi unser zweites Standbein dar, wenn z. B. bei einem Reenactment keine schottischen Truppen erwünscht sind. Zudem bietet die Darstellung der Sächsischen Landesdefension uns die Möglichkeit eine Truppe mit regionalem Bezug im Dreißigjährigen Krieg darzustellen, da der Großteil unserer Mitglieder aus Sachsen kommt.

Auch sind die von den sächsischen Defensionstruppen getragenen grauen Uniformen ebenfalls für die Schotten im Dreißigjährigen Krieg nachgewiesen, sodaß wir als positiver Nebeneffekt zu einer einheitlichen grauen Uniform kamen, die wir auch als Schotten weiterhin tragen können, wenn unsere Bekleidung in tartan mal unpassend ist

Hier einige Impressionen von unserer Darstellung als Defensionäre:




 
 
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