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Die Gewandung

Zur schottischen Gewandung kursieren viele Fehlvorstellungen (nicht zuletzt durch Filme wie "Braveheart"), die sich nur schwer wieder berichtigen lassen, wenn sie einmal verinnerlicht sind. Nur durch das Studium zeitgenössischer Quellen in Bild und Schrift und die Auseinandersetzung mit den Werken engagierter Autoren zum Thema ist ein schlüssiges Bild der Darstellung zu erreichen.

Ausgehend von den Köler- Drucken 1631 und anderen zeitgenössischen Abbildungen haben wir die Bekleidung der schottischen Söldner im dargestellten Zeitraum 1630- 1635 rekonstruiert.

Schotten_30j_Krieg002.jpg (46451 Byte)

Verschiedene Autoren vertreten die Meinung, daß die schottischen Regimenter im Dreißigjährigen Krieg nach kontinental- europäischer Manier bekleidet waren und sich in punkto Bekleidung nicht von den übrigen Söldnern unterschieden. Nach dieser Ansicht, die sich auf Ausrüstungsrechnungen in den dänischen und schwedischen Archiven stützt, wurden die eintreffenden Soldaten sofort nach ihrer Landung neu eingekleidet und bewaffnet. Die Leute auf den Köler- Drucken müßten nach dieser Ansicht schon kurz nach dem sie dem Künstler Modell standen, nicht mehr als Hochländer erkenntlich gewesen sein. Schon im 16./ 17. Jahrhundert kämpften Hochländer, bewaffnet und bekleidet nach kontinental- europäischer Manier z. B. in den Niederlanden. Schottische Lowlander- Truppen unterschieden sich sowieso nur durch den (meist) karierten Schulterplaid und das blaue Bonnet von den übrigen Soldaten in Westeuropa.


Die Sichtweise der Vertreter dieser Ansicht ist daher für die frühe Phase des Krieges und die Truppen, die zuerst gemustert wurden nicht von der Hand zu weisen. Sobald aber neue Rekruten aus dem Heimatland geworben wurden und/ oder die Versorgung aussetzte (was praktisch permanent der Fall war), vertreten mehrere Autoren die Meinung, daß Hochländertruppen auch als solche erkenntlich waren, da sie aus purer Notwendigkeit in ihrer originären schottischen Bekleidung in den Kampf ziehen mußten. Unterstützt wird dies durch Abbildungen u. a. auf zeitgenössischen Flugblättern, die Schotten in ihrer typischen Tracht zeigen, da sie sich als sehr exotisch auf dem deutschen Kriegsschauplatz darstellte.

Der folgende Aufsatz entstammt dem Gewandungsskript unserer Gruppe, die Bekleidung des Hochlandsoldaten steht bedingt durch die Herkunft und orginäre Zusamensetzung des Regiments im Vordergrund, einige Anmerkungen zur Darstellung von Lowlandern oder von Iren, die ebenfalls einen großen Anteil von Soldaten im "Großen Krieg" stellten, sind aber ebenfalls enthalten.


 
 
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