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Materialien
 

Materialien und Techniken


Wichtig ist es, die Gewandung möglichst mit authentischen Stoffen zu erstellen. Wie weit ein jeder dabei gehen will (handgewebt, pflanzlich gefärbt usw.) bleibt ihm überlassen. Die verwendeten Materialien sollten sich aber schon in der damaligen Zeit nachweisen lassen.

Unproblematisch ist dies bei Wollstoffen. Tuche und Loden, dicke und filzige oder fein gesponnene Stoffe in unterschiedlichsten Farben wurden verarbeitet. Die Oberbekleidung der damaligen Zeit bestand schon aus Witterungsgründen zu einem Großteil aus Wolle. Gegen Wollmischungen ist nichts einzuwenden, wenn der überwiegende Teil der Fasern aus Wolle besteht.

Ebenfalls häufig verwendet wurde Leinen. Zum Teil wurde es für die Anfertigung von Oberbekleidung genutzt, überwiegend diente es aber als Futterstoff für Oberbekleidung oder als Material für die Unterbekleidung. Leinen hat hervorragende Trageeigenschaften auf der Haut, die nur wenige andere Stoffe erreichen.

Baumwolle war im 17. Jahrhundert zwar schon bekannt, aber wegen der ausländischen Herkunft und der hierdurch bedingten langen Transportwege extrem teuer. Gegen eine Verwendung als "Leinenersatz" ist nichts einzuwenden, solange die Optik, insbesondere die Bindungsart stimmt. Man sollte sich jedoch darüber klar sein, daß Baumwolle völlig andere Eigenschaften als Leinen hat. Auch Leinen- Baumwollgemische können verwendet werden. Auf Baumwollstoffe bei der Oberbekleidung sollte möglichst verzichtet werden.

Seidenstoffe waren noch teuerer als Baumwollstoffe und verbieten sich eigentlich für alle Darstellungen unterhalb des Hochadels. Das Gleiche gilt für die Verwendung von Brokaten und Samtstoffen. Synthetische Stoffe sollten ganz gemieden werden, ihr Fall und ihre Optik entsprechen nicht den Anforderungen an eine ernsthafte Darstellung. Desweiteren sind die Trageeigenschaften dieser Stoffe gerade im Gelände und bei Wind und Wetter nicht optimal für die Bedürfnisse des Reenactments.

Gegen eine Fertigung der Gewandung mittels moderner Nähmaschinen bestehen keine Bedenken, es sollten aber möglichst nur die nicht sichtbaren Nähte mit der Maschine gearbeitet werden. Dabei kann man einen leichten Zickzackstich mit großer Stichlänge einstellen, um eine gewisse Unregelmäßigkeit der Naht zu erreichen.

Alle sichtbaren Nähte (Halsabschluss, Säume, Ärmelabschlüsse, Knopf- und Nestellöcher usw.) sollten mit der Hand genäht werden, um ein optimales Bild zu ergeben, auch wenn dies mit zusätzlicher Arbeit verbunden ist. Eine Gewandung, die auch beim näheren Hinsehen und einem prüfenden zweiten Blick den Anforderungen an eine historische Darstellung standhält ist anzustreben.

Für den belted plaid bzw. den arisaid empfielt sich ein dickerer Wollstoff (schwer in der gewünschten tartan- Optik zu bekommen und wenn, dann sauteuer!). Ein guter Preis sind etwa 15,- Euro/m, ein Preis von 10,- Euro/m stellt für eine schwere Wolle mit tartan- Muster schon ein absolutes Schnäppchen dar!

Damit bilden diese beiden Kleidungsstücke aufgrund ihrer Größe den teuersten Teil der Gewandung. Da aber ein gewisser Wetterschutz unabdingbar ist und ein authentischer Look auch den Unterschied zwischen Gewandung und Kostüm ausmacht, sollte hier nicht am falschen Ende gespart werden.

 
 
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