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2005 Grossenhain
 

Mitteldeutschlandtreffen Grossenhain 2005


 

Das Mitteldeutschlandtreffen der Darstellungsgruppen des Dreißigjährigen Krieges fand 2005 in Großenhain statt.

Das Feldlager befand sich auf dem Gelände der ehemaligen sächsischen Landesgartenschau und bot reichlich Platz für die Truppen.


  

   

 

Am Freitag fand ein Umzug und ein kleines Scharmützel am Schloß statt, wobei die Stadtverteidiger (Großenhainer Schützen) vor der gewaltigen Übermacht der schwedischen Marodeure den Rückzug antreten mußten und die Stadtzugänge preisgaben. Anschließend paradierten die schwedischen Truppen auf dem Altmarkt vor dem Rathaus.


 

Am Samstag wurden die schwedischen Truppen nach den erlittenen schweren Verlusten durch eine große Musterung auf dem Marktplatz wieder aufgefüllt. Etliche Söldner ohne Kontrakt folgten dem Ruf und liefen den schwedischen Fahnen zu. Wir hatten kein Glück beim Versuch, schottische Landsmänner zu werben.

Anschließend wurde eine große Feldschlacht geschlagen, bei der wir (nicht ganz stilecht- aber auch nicht zum ersten mal auf der falschen Seite stehend) die Stadtverteidiger mit Musketieren und Pikenieren unterstützten. Aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der schwedischen Angreifer mußten die Stadtverteidiger den Rückzug antreten und das Vorfeld und die Außenwerke der Stadt aufgeben.


   


Am Sonntag fanden zunächst die international bekannten (und auch so besetzten) Wettkämpfe um den "Musketier des Jahres 2005" statt. Dabei ging es darum, mit der gesamten Bekleidung und Ausrüstung eines Musketiers durch Aneinanderreihen der Ausrüstungsstücke eine möglichst lange Wegstrecke zurückzulegen. Da unsere Musketiere aber zu arm sind, um luxuriöse und unnötige Ausrüstungsgegenstände mit sich zu führen, siegten unsere Freunde aus Böhmen.

Ein weiterer Wettbewerb war am Sonntag eine Floßfahrt auf einem Wassergraben. Manche Gruppen sahen das sehr verbissen und kämpften richtig um eine gute Fahrtzeit und Platzierung. Da wir am Samstag Abend 7 (!) Flaschen Whisky geleert hatten, gingen wir die ganze Sache etwas gemütlicher an- unser Piper begleitete unsere Fahrt musikalisch auf dem Uferweg und die Floßbesatzung ließ sich die 8. Flasche Whisky schmecken. Irgendwann kamen wir auch ohne Anstrengung im Ziel an und wurden sogar noch Dritter der Gesamtwertung!


   


   

Später am Sonntag wurde dann der Sturm der Schweden auf die Stadtmauer am Schloß dargestellt. Auch hierbei waren wir den Stadtverteidigern zugeteilt. Wir wehrten uns mannhaft und machten bei einem Ausfall eine ganze schwedische Musketierabteilung nieder. Schließlich gelang es den Angreifern jedoch, die Stadtmauern zu erstürmen. Nur die Großenhainer Weiber bewahrten mit einem beherzten Ausfall die Stadt vor der Einnahme. 



  

 


  


   

 

 

Bei ihrer Flucht nahmen die Schweden noch unseren Piper mit sich, um ihn aus Rache für den mißlungenen Angriff (und vielleicht auch wegen seiner melodischen Spielweise) standrechtlich vor den Mauern der Stadt zu erschießen.

Großenhain 2005 war eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten riesigen Spaß gemacht hat.

 


 

 
 
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